Der größte Fortschritt in unserer Welt sind Menschen, die sich mit offenen Augen und Herzen Anteil nehmend um einander kümmern.
Es ist nur ein kleiner Brief. Und doch kann er, wenn die Vertreter der Medien seine Bedeutung erkennen und ihn entsprechend verbreiten, millionenfach etwas bewirken...
Und das ist seine Entstehungsgeschichte...
Es war im Dezember 1995, als der "Brief zur Weihnachtszeit" zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Die Idee dazu hatte Renate Wiedemann, Gründerin und über ein Jahrzehnt Vorsitzende der Deutschen Hospizhilfe, die in Deutschland durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die Beratung von weit über 100.000 Menschen wegweisend zur Etablierung des Hospiz-Gedankens beitrug. Über vierzig prominente Frauen unterschrieben den Brief damals.
Viele Jahre dachte die Journalistin aus Buchholz bei Hamburg nach Beendigung ihres Hospiz-Engagements nicht mehr an den Brief. Bis ein befreundeter Bestatter, Willi P. Heuse aus Weiterstadt in Hessen, Inhaber eines der ältesten Bestattungshäuser Deutschlands und Gründer des "Forums für ein glückliches Leben und einen liebevollen Abschied", Renate Wiedemann bat, diesen erneut von bekannten Persönlichkeiten unterschreiben zu lassen und über die Medien in die Öffentlichkeit zu tragen.
"Denn der Brief hat nichts von seiner Aktualität verloren", sagt der 42-jährige, "ganz im Gegenteil. Die Wirtschaftskrise, die größer werdende Zahl alter und älterer Menschen und eine Scheidungsrate von fast 50 Prozent, die auch viele Kinderseelen belastet, machen diesen Brief aktueller denn je!"
"Und da Herr Heuse Recht hat, bin ich seinem Wunsch gerne gefolgt", erzählt Renate Wiedemann. Über 100 prominente Persönlichkeiten lud sie herzlich ein, die Fassung 2009 des Briefes (teilweise wieder) zu unterschreiben, um ihn über die Medien zu den Menschen zu tragen. Und sich an einer Aktion zu beteiligen, für die es, wie sie sagt, "nur ein wenig guten Willens bedarf, um hier gemeinsam mit anderen auf einfache Weise etwas zu bewegen. Und die weder Steuer- noch sonstige Gelder kostet, an der auch niemand verdient. Bei der aber trotzdem alle gewinnen - jene, die durch unseren Brief zusätzliche menschliche Wärme erhalten und wir, weil helfen reich macht."
"Und der Erfolg ist geradezu überwältigend", freut sich die 58jährige, die nicht nur allen Unterzeichnern des Weihnachtsbriefes von Herzen dankbar ist, sondern auch Willi P. Heuse, dass er sie angeregt hat, 2009 noch einmal eine Aktion zu starten.
Ob Verlegerin Friede Springer, Gudrun Bauer von der Bauer Media Group, ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort und Thomas Schmid, der Chefredakteur der "Welt"-Gruppe, die Chefredakteurinnen von SAT 1, "Bild der Frau", "Bunte" und "Cosmopolitan", Tanja Deuerling, Sandra Immoor, Patricia Riekel und Petra Winter, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Olympia-Sieger Matthias Steiner, Unternehmer Dr. August Oetker und Laurens H. C. Spethmann von Milford Tea, Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen, Moderatoren wie Frank Elstner, Maybrit Illner, Gerhard Delling, Marietta Slomka, Birgit Schrowange, Hubertus Meyer-Burckhardt, Dagmar Berghoff, Marina Rupertin und Bettina Tietjen, Prof. Dr. Kuno Winn, der Vorsitzende des Ärzteverbandes Hartmannbund, Silvia Neid, die Bundestrainerin der Deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, Christina Kaleve und Gudrun Gille, Bundesvorsitzende der Deutschen Berufsverbände für Altenpflege und Pflegeberufe, Jochen Schauer, Unternehmensberater und Gründer der "Lebensquelle Trauer", Martin Kind, der Geschäftsführer von Hannover 96, Künstler wie Vicky Leandros, Veronika Ferres, Thomas Anders, Roland Kaiser, Katja Ebstein, Heidelinde Weis, Walter Sittler, Lisa Fitz, Ruth Maria Kubitschek und Friedrich von Thun, die Journalisten Alida Gundlach, Dr. Franz Alt und seine Frau Bigi, Regisseurin Doris Dörrie, Sportler wie Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, Professor Dr. Hans Joachim Meyer, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Heike von Lützau-Hohlbein, die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und Brigitte Scherb, Bundesvorsitzende des Deutschen LandFrauenverbandes, sie alle gehören zu den Unterzeichnern des Briefes.
"Insgesamt sind es rund fünfzig", sagt Renate Wiedemann, "und natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn noch weitere Unterschriften dazu kämen.
Deshalb sind alle Chefredakteurinnen und Chefredakteure, die auch auf einfache Weise etwas bewegen möchten, herzlich eingeladen, den Brief ebenfalls zu unterschreiben und ihn mit einem Hinweis auf die Initiative unter die Menschen zu tragen.
"Aber auch sonst freuen wir uns sehr über jeden Menschen, der andere auf den Brief aufmerksam macht und die Botschaft weiterträgt", erklärt Renate Wiedemann.
Denn wie gesagt... Der größte Fortschritt in der Welt sind Menschen, die sich mit offenen Augen und Herzen Anteil nehmend um einander kümmern.